Die Hundemafia

Die Hundemafia
Warum billig Welpen teuer zu stehen kommt!


Das schmutzige Geschäft mit der Ware Tier
In Massenzuchtanlagen geboren und ohne Chance auf ein leidfreies Leben - so geht es vielen Welpen, die dazu bestimmt sind von „Hundeproduzenten“ irgendwo in Europa verkauft zu werden. Sie werden in finsteren und schmutzigen Unterkünften gehalten und bekommen nur unzureichend Wasser und Futter. Darüber hinaus werden die äußerst sozialen Tiere meist viel zu früh von ihren Muttertieren getrennt. Die kleinen Hunde haben keinerlei sozialen Kontakt und bekommen keine Zuneigung – weder von Menschen, noch von ihrer eigenen Mutter, die, zur „Gebärmaschine“ degradiert, ohnehin auch viel zu schwach dazu ist.


Eingepfercht zum Kunden

Wenige Wochen nach der Geburt werden die Welpen in Kisten, Katzentransportboxen oder Taschen gepackt. Ohne Nahrung und genügend Wasser, eingeengt – häufig ohne Licht und ausreichende Luftzufuhr – stehen die Kleinen große Ängste durch.

Dann werden sie nicht selten über Hunderte von Kilometern zu den grenznahen Hundemärkten, unseriösen Hundevermittlern oder anderen Verkaufsplätzen transportiert. Dort angekommen werden sie völlig geschwächt den Interessenten präsentiert. Entzückt von den süßen Welpen, entscheiden sich die Kunden viel zu schnell für den Kauf. Dabei ahnen sie nicht, dass die Tiere weder ausreichend geimpft, noch gechipt und entwurmt sind. Darüber hinaus sind die Papiere häufig gefälscht und die Herkunftsangaben entsprechen meist nicht der Wahrheit.


Kranke, verstörte Hunde

Schon nach kurzer Zeit können große Probleme auftreten. Viele der Tiere werden krank, sind verstört und manchmal sogar aggressiv. Kein Wunder, denn durch die nicht artgerechte Haltung hatten es die Welpen in den ersten Wochen - ihrer Prägephase - nicht leicht.
Für viele betrogene Hundekäufer stellt der Tierarztbesuch die letzte Hoffnung dar. Wenn dieser feststellt, dass der Hund krank ist, ist es oft schon zu spät. Trotz hoher Behandlungskosten sterben viele Tiere oder müssen vom Tierarzt eingeschläfert werden.

Augen auf beim Welpenkauf


Der Kauf eines Hundes muss gut überlegt sein.
© VIER PFOTEN
Grundsätzlich sollte die Anschaffung eines Hundes gut überlegt und vorbereitet werden! Folgende Punkte gilt es dabei zu beachten:

1. Die Übergabe sollte nur beim Anbieter zu Hause stattfinden.

Es ist wichtig, dass Sie die genaue Herkunft der Welpen kennen und ihre Geburtsstätte besichtigen dürfen. Wenn sich der Anbieter stattdessen irgendwo mit Ihnen treffen oder Ihnen den Welpen nach Hause bringen möchte, hat er sehr wahrscheinlich etwas zu verheimlichen. In diesem Fall sollten Sie von dem Kauf absehen.


2. Sehen Sie sich die Elterntiere an, insbesondere das Muttertier.

Für die Welpen ist der Kontakt zur Mutter und den Geschwistern überaus wichtig. Gemeinsam lernen sie soziales Verhalten und bekommen die nötige Nestwärme. Werden sie aus dieser überaus wichtigen Prägephase vorzeitig herausgerissen, leiden sie oft ein Leben lang darunter. Darum sollten Sie unbedingt darauf bestehen, das Muttertier zu sehen. Weigert sich der Anbieter, kann das verschiedene Gründe haben: Oftmals werden Hündinnen als reine „Gebärmaschinen“ missbraucht und vegetieren nicht selten in armseligen Verschlägen vor sich hin. Für den Anbieter kein gutes Aushängeschild, deswegen wird er um Ausreden nicht verlegen sein. Es kann aber auch sein, dass die Welpen aus dem Ausland kommen, wo sie ihrer Mutter vorzeitig entnommen worden sind.


3. Der Verkäufer bietet eine sehr große Anzahl von Tieren, eventuell sogar verschiedener Rassen an.

Aufgrund des großen Zeitaufwands einer verantwortungsvollen und individuellen Betreuung der Mutter und Welpen, ist es nicht möglich, dass ein Züchter mehr als drei Würfe pro Jahr aufzieht. Bei einer großen Auswahl an Welpen verschiedenen Alters ist daher Vorsicht geboten. Bietet ein und derselbe Verkäufer Welpen verschiedener Rassen an, ist davon auszugehen, dass er als Zwischenhändler fungiert.


4. Die Welpen sollten bei der Abgabe mindestens acht Wochen oder älter sein.

Auch wenn sie noch so süß sind: Die Welpen sollten bei der Abgabe ein Alter von mindestens acht Wochen – besser zehn Wochen – erreicht haben. Erst dann sind sie in ihrer Entwicklung soweit, dass sie von ihren Wurfgeschwistern und von der Mutter getrennt werden können.


5. Der Anbieter zeigt kein besonderes Interesse am weiteren Wohlergehen des Welpen.

Ein verantwortungsvoller Anbieter will sich sicher sein, dass es dem Welpen an seinem neuen Platz gut geht. Er wird dem zukünftigen Hundehalter vorschlagen, den Welpen bei seiner Mutter und den Geschwistern vorab schon einige Male zu besuchen, damit sich das Tier an den Geruch des neuen Menschen gewöhnen kann. Er wird ihn über die Bedürfnisse des Tieres informieren und sich durch intensive Gespräche versichern, dass der zukünftige Hundehalter diese erfüllen kann. Er wird mit dem neuen Besitzer in Kontakt bleiben und will über die weitere Entwicklung informiert sein. Ein Anbieter, der dem Erstbesten, der an seine Tür klopft, einen der Welpen in die Hand drückt, hat kein großes Interesse an seinen Tieren.


Der Kunde bestimmt das Angebot

Der Kunde, also der zukünftige Tierhalter, bestimmt das Angebot und die individuelle Nachfrage. Mitleid mit dem Tier oder ein "Schnäppchenpreis" dürfen nicht der Kaufgrund sein. Spontane Käufe, die aus Mitleid getätigt werden, unterstützen die unseriösen Machenschaften der Hundehändler und kurbeln ihr Geschäft nur noch weiter an.


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